Bei Stoßwellen handelt es sich um kurze Schallimpulse mit sehr hoher Energie, die in der Orthopädie seit Ende der 80er Jahre erfolgreich zum Einsatz kommen. Damals erkannte man, dass mit ihrer Hilfe knochenbildende Zellen angeregt und schlecht heilende Brüche (Pseudarthrosen) zur Ausheilung gebracht werden können. Im Laufe der Zeit wurde die Therapieform bei vielen weiteren orthopädischen Krankheitsbildern eingesetzt.

Anwendungsbereiche

Nicht nur bei Pseudarthrosen, sondern auch bei Kalkschulter (periarthritis calcarea, PHS), Fersensporn (Fasciitis plantaris) und Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) erzielt die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) wissenschaftlich nachgewiesene Erfolge.  Darüber hinaus wird sie zur Behandlung von Reizungen der Achillessehne (Achillodynie), Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris), Knochenhautreizungen an der Außenseite des Oberschenkels (Bursitis trochanterica) und schmerzhaften Triggerpunkten in der Muskulatur eingesetzt. 

Ablauf der Behandlung

Eine Stoßwellensitzung dauert in der Regel 5 bis 10 Minuten und ist nahezu frei von Nebenwirkungen. Selten verstärken sich danach kurzfristig die Schmerzen oder es treten minimale oberflächliche Blutergüsse auf. Die gewünschte Region wird mit einem Schallkopf – ähnlich dem eines Ultraschallgerätes – behandelt, der etwa 1500 bis 2000 Stoßwellen aussendet.  Intensität und Frequenz richten sich jeweils nach dem Beschwerdebild. In der Folge reagiert der Körper mit gesteigerter Stoffwechselaktivität, durch die der Heilungsprozess angeregt wird. Meist sind ein bis drei Termine im wöchentlichen Abstand notwendig, bis sich die Beschwerden deutlich bessern

Kosten der Behandlung

Bei der Fersenspornleiden werden die Behandlungskosten nach vorheriger 6 monatiger konservativer Therapie von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Der Einsatz bei allen anderen orthopädischen Erkrankungen wird von uns streng nach GOÄ abgerechnet und in den meisten Fällen komplett von den Privaten Krankenversicherungen bezahlt. Daneben bieten wir die Behandlung auch als IgeL-Leistung für gesetzlich versicherte Patienten oder Selbstzahler an.

Normalerweise bilden die Gelenke ausreichend Synovialflüssigkeit. Diese Gelenkschmiere funktioniert wie ein Stoßdämpfer und schützt den Knorpel zuverlässig vor schädigenden Substanzen und Entzündungsbotenstoffen. Bei einer Arthrose ist der natürliche Prozess gestört und es kommt zu einem Ungleichgewicht zwischen Abbau und Neubildung.

Schutz durch Injektion

Um die schützende Funktion der Synovialflüssigkeit wieder zu verbessern, wird einer ihrer Hauptbestandteile in das betroffene Gelenk oder an gereizte Sehnenansätze injiziert: Hyaluronsäure. Auf diese Weise wird die Gelenkschmiere wieder zähflüssiger und der Knorpel wird geschont. Auch wenn die Hyaluronsäure einen vorhandenen Knorpelschaden nicht reparieren kann, kann sie einer weiteren Degeneration wirkungsvoll vorbeugen. Durch die Reizminderung nehmen häufig auch die arthrosebedingten Schmerzen ab.

Ablauf der Behandlung

Die Injektion von Hyaluronsäure ist nicht nur am Kniegelenk, sondern in allen kleineren Gelenken sowie an gereizte Sehnenansätze möglich. Je nach Präparat bringt eine Serie von ein bis drei Spritzen im Abstand von einer Woche den gewünschten Schutzeffekt. Um Infektionen zu vermeiden, arbeiten wir dabei streng steril. Bis zu sechs Monate kann die Wirkung der Hyaluronsäure anhalten. Danach kann die Behandlung bei erneuten Beschwerden jederzeit wiederholt werden.

Die Manuelle Therapie wird auch Chirotherapie genannt. Sie dient zum einen der Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, die mit einer eingeschränkten Beweglichkeit der Wirbelsäulen-, Iliosakral- und Rippengelenke einhergehen. Zum anderen wird sie erfolgreich bei Beschwerden im Bereich der Muskulatur und der Faszien angewandt. 

Ablauf

Nach ausgiebiger Diagnostik und Aufsuchen der funktionellen Irritationspunkte mobilisieren wir die betroffenen Gelenke durch wiederholte Dehnbewegung oder geben im Rahmen einer Manipulation  kurze, gezielte Impulse. Das oft erwartete „Knacken“ ist dabei nicht das Ziel. Vielmehr geht es um eine sanfte Lösung der Blockade. Häufig kommen auch verschiedene Muskeldehntechniken zum Einsatz. Sollte eine begleitende Physiotherapie notwendig sein, empfehlen wir die Weiterbehandlung durch erfahrene Experten mit manualtherapeutischer Ausbildung. 

Erfahrung

Herr Dr. Gasser absolvierte seine Ausbildung in Manueller Medizin bei der MWE . Die Institution wurde 1952 als erste deutsche Ausbildungseinrichtung in diesem Bereich vom Chirurgen Dr. Karl Sell in Isny gegründet. Seit 1990 ist sie Teil der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM).

Die japanische Behandlungsmethode nach Kenzo Kase  hat sich bei verschiedensten Verletzungen und Schmerzzuständen bewährt. Anders als starre Tape-Verbände, ist Kinesiotape sehr flexibel und gewährleistet dem Patienten volle Bewegungsfreiheit.  Wir verwenden sie für Muskel-, Faszien-, Ligament- und Korrekturtechnik, aber auch für die Lymphdrainage. Auch wenn es bisher noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Wirkungsnachweise gibt, sind wir – wie viele Ärztekollegen und Physiotherapeuten – davon überzeugt. 

Anwendungsbereiche

Kinesiotape eignet sich zur Behandlung von Rückenschmerzen, Muskelverletzungen, Verspannungen und Dysbalancen, aber auch Schulter-, Gelenk- und Sehnenbeschwerden. Gute Erfolge werden außerdem bei Überlastungsschäden von Muskeln, Bändern und Sehnen, Haltungsschwächen und Fehlstellungen sowie Schwellungen und Lymphabflussstörungen erreicht.

Wirkungsweise

Kinesiotape ist schmerzfrei und verursacht keine Nebenwirkungen, sofern der verwendete Klebstoff gut vertragen wird. Nach dem Anlegen verbleiben die hautfreundlichen Klebestreifen bis zu sieben Tage auf dem Anwendungsbereich und überstehen auch kurzes Duschen problemlos. Dabei wirken sie auf dreifache Weise: Sie fördern Muskelaktivität und -spannung, entlasten geschädigtes Gewebe und steigern die Mikrozirkulation für einen besseren Lymphabfluss.

Bei der Therapie von Schmerzen im Bewegungsapparat spielt die physikalische Therapie eine wichtige Rolle. In unserer Praxis bieten wir Ihnen verschiedene Formen der Wärme- und Kältetherapie, aber auch Elektrotherapie im Rahmen einer TENS-Behandlung.

Wärmetherapie

Haben die Schmerzen keinen entzündlichen Ursprung, bringt die Wärmetherapie meist wohltuende Linderung. Sie entspannt die Muskulatur und steigert gleichzeitig die Durchblutung. Auf diese Weise wird nicht nur der Stoffwechsel angeregt, sondern auch der Sauerstofftransport im Gewebe. Schmerzauslösende Faktoren können dadurch wirkungsvoll beseitigt werden.

Kältetherapie

Handelt es sich um akute Verletzungen, lassen sich mit lokaler Kältetherapie Schmerzen lindern und Schwellungen reduzieren. Aber auch chronische Schmerzzustände, die zum Beispiel bei Rheuma oder Arthrose auftreten, können mit dieser Form der Therapie oftmals gut behandelt werden.

TENS

Die Abkürzung TENS steht für Transkutane elektrische Nervenstimulation. Es handelt sich dabei um eine Reizstromtherapie, die wir zur Behandlung von Schmerzen oder zur Muskelstimulation bei drohender Atrophie nutzen. Dazu befestigen wir Klebeelektroden auf der Haut, über die elektrische Impulse auf den betroffenen Bereich übertragen werden. Anders als oft vermutet ist die Therapie schmerzfrei. Sie spüren die elektrischen Impulse nur als leichtes Kribbeln auf der Haut.

Beschwerdebilder, bei denen gezielte, lokale Therapien nicht zur gewünschten Schmerzreduktion führen, behandeln wir mittels Infusionstherapie.

Wir legen zunächst eine sehr feine Nadel in eine Vene, fixieren sie und verbinden diese anschließend mit der Infusion. Die Dosierung wird zuvor von uns genauestens auf den Patienten abgestimmt, der Verlauf der Therapie stetig kontrolliert.

Das Verabreichen einer Infusion mit schmerz- und entzündungshemmender Medikation über einen Zeitraum von 3-5 Tagen ist hierbei sinnvoll. Die Betreuung erfolgt durch einen unserer geschulten Mitarbeiter.

Die jahrtausendealte chinesische Therapiemethode Akupunktur behandelt Beschwerden durch das Setzen von Nadeln an gekennzeichneten Akupunkturpunkten auf den sogenannten Meridianen. Nach chinesischer Auffassung verläuft in diesen die Lebensenergie, wobei das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang manchmal wiederhergestellt werden muss. Durch die Behandlung können Störungen der Energieströme im Inneren des Körpers behoben oder gemindert werden.

Je nach Krankheitsbild setzen wir Ihnen unterschiedlich viele Nadeln, die etwa 20 Minuten in der Haut verbleiben und danach entfernt werden. Der Behandlungszyklus nimmt 10-12 Sitzungen in Anspruch. Bei korrekter Durchführung ist die Akupunktur nebenwirkungsfrei. 
Dr. Gasser verfügt durch seine umfassende Ausbildung über spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten, die eine optimale Therapie ermöglichen. Mit Akupunktur behandeln wir chronische Gelenkbeschwerden, Arthrose-Beschwerden/Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Schulter-/Nackenbeschwerden, rheumatische Erkrankungen, Muskelverhärtungen, Sehnenansatzerkrankungen, Kopfschmerzen, Migräne und Ohrgeräusche (Tinnitus). Zudem führen wir Akupunktur zur Unterstützung bei Nikotinentwöhnung und Gewichtsabnahme durch.